Diese Maßnahme wurde im Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ entwickelt und erprobt.

Kurzbeschreibung​

  • Aussaat einer einjährigen Blühmischung mit Verwendungsmöglichkeit zur Biogaserzeugung

Geeignete Standorte und Flächenbedarf​

  • sonnenexponiert
  • Streifen bevorzugt mitten in großen Ackerschlägen, z. B. Mais
  • mind. 6 m (je breiter, desto größer die ökologische Wirksamkeit)
  • zu trockene Standorte und Staunässe meiden

Empfohlene Kombinationen​

  • Extensiver Getreideanbau
  • Stangenbohnen-Mais-Gemenge
  • Maisanbau mit Kleegras-Untersaat
  • Anbau von Mais oder Maisgemenge im Strip Till-Verfahren mit bearbeitungsfreier Schonzeit

Nutzen nach Ökosystemleistungen​

Biodiversität Fauna:

  • verbesserte Aufzuchtbedingungen für Jungtiere
  • Schutz- und Rückzugsräume für Wildtiere
  • Nahrungsquelle, insbesondere für Insekten

 

Wertschöpfung durch landwirtschaftliche Produktion:  Biogas

Aufwertung des Landschaftsbildes:  Strukturanreicherung

Betriebliche Voraussetzungen​

  • Direktschneidwerk oder reihenunabhängiges Maisgebiss bei Ernte

Ökonomische Aspekte​

  • Saatgutkosten: Blühmischung („BG 80“) 150 €/ha (Stand: 10/2020)

Empfehlungen zur Umsetzung der Maßnahme​

Einsaat
  • vor/spätestens zeitgleich mit Maisaussaat
  • feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett
  • bei Aufwuchs unerwünschter Ackerwildkräuter im Frühjahr Boden mehrfach bearbeiten
  • Saatstärke: 10 kg/ha
  • Lichtkeimer, daher Saatgut oberflächig ablegen und anwalzen
Düngung
  • keine mineralische Düngung
  • max. 80 kg N/ha Wirtschaftsdünger vor der Saat
Pflanzenschutz
  • keiner
Ernte
  • analog zur Ernte von Silomais (ab Mitte September)
  • bei einem Trockensubstanz-Gehalt von 28 –36 %

Tipp

  • Bei verstärktem Auftreten unerwünschter Beikräuter: Schlegeln oberhalb der Blühpflanzen.
  • Eine Teilfläche/-streifen zugunsten wildlebender Tiere über Winter stehen lassen.
  • Möglichkeit zur Anlage als Bejagungsschneise prüfen.