Diese Maßnahme wurde im Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ entwickelt und erprobt.

Kurzbeschreibung​

  • Anbau von Winter- oder Sommergetreide mit reduzierter Aussaatmenge und reduzierter Düngung
  • mit Ernte des Körnergetreides oder Verzicht auf Düngung und Ernte

Geeignete Standorte und Flächenbedarf​

  • Grenzertragsstandorte (bei Ernteverzicht)
  • sowohl flächig als auch in Streifen möglich
  • 12 m Mindestbreite innerhalb von Maisbeständen
  • 6 m Mindestbreite innerhalb und am Rand von Ackerschlägen

Empfohlene Kombinationen​

  • Ein- und überjähriger Blühstreifen/ -fläche
  • Stangenbohnen-Mais-Gemenge
  • Maisanbau mit Kleegras-Untersaat
  • Wintergetreidegemenge

Nutzen nach Ökosystemleistungen​

Biodiversität Flora:

  • lichter Getreidebestand schafft Lebensraum für Ackerwildkräuter

 

Biodiversität Fauna:

  • lichter Getreidebestand schafft Lebensraum für Insekten und boden- brütende Vogelarten
  • bei Ernteverzicht: Deckung und Nahrung über Winter für Niederwild und Singvögel

Betriebliche Voraussetzungen​

  • herkömmliche Technik im Getreideanbau

Ökonomische Aspekte​

  • Kosten für Öko-Saatgut: ca. 80 –240 €/ha (abhängig von Getreideart)

Empfehlungen zur Umsetzung der Maßnahme​

Einsaat
  • Verringerung der empfohlenen bzw. standort­ üblichen Aussaatstärke um 25 %
  • Verwendung von Öko-Saatgut und Erhaltungs­sorten
Varianten
  • extensiver Getreideanbau mit Ernte des Körner­getreides
  • extensiver Getreideanbau mit Dünge- und ­Ernteverzicht
  • bei Anbau einer Winterung als Folgefrucht: Getreide bleibt mind. bis 15.10. stehen
  • bei Anbau einer Sommerung als Folgefrucht: Getreide bleibt mind. bis 28.02. stehen
Düngung
  • keine mineralische Düngung
  • mit Ernte: max. 80 kg N/ha Wirtschaftsdünger
Pflanzenschutz
  • keiner

Tipp

Keine weiteren Angaben.