Diese Maßnahme wurde im Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ entwickelt und erprobt.

Kurzbeschreibung​

  • Anbau von Sommergetreide mit mind. zwei für bestäubende und blütenbesuchende Insekten attraktiven Pflanzenarten
  • als Zweitfrucht nach Getreide-GPS (Ganzpflanzensilage) mit Aussaat ab 01.07.

Geeignete Standorte und Flächenbedarf​

  • Flächen für Biogaserzeugung
  • bevorzugt in Streifen, aber auch flächig möglich
  • 6 m Mindestbreite

Empfohlene Kombinationen​

  • Mehrjährige Blühstreifen/-flächen

Nutzen nach Ökosystemleistungen​

Biodiversität Fauna:

  • Lebensraumvielfalt für Wildtiere durch spätere Saat- und Erntetermine
  • Rückzugs- und Nahrungsräume für Wildtiere nach Haupternte

 

Bodenschutz: durch Bodenbedeckung über Winter

Wertschöpfung durch landwirtschaftliche Produktion:

  • Nutzung des Ernteguts für die Biogaserzeugung

Betriebliche Voraussetzungen​

  • GPS-Vorsätze oder reihenunabhängiges Maisgebiss (ggf. mit Seitentrennmesser)

Ökonomische Aspekte​

  • Saatgutkosten: ca. 200 –300 €/ha (je nach Mischung)

Empfehlungen zur Umsetzung der Maßnahme​

Einsaat
  • ab 01.07.
  • Empfehlungen:
  • Legu-Hafer-GPS Plus
  • Triticale-Gemenge
  • im Projekt als Zweitfrucht mit Aussaat ab 1. Juli erprobt, grundsätzlich auch Aussaat im März/April als Hauptkultur möglich
Düngung
  • keine mineralische Düngung
  • max. 80 kg N/ha Wirtschaftsdünger
Pflanzenschutz
  • keiner
Ernte
  • Erntezeitpunkt (Zweitfrucht): Oktober
  • flächige Maßnahme: naturverträgliche Mahd (z. B. von innen nach außen)
  • akustische Wildretter
  • bei Einsaat der Folgefrucht im darauffolgenden Frühjahr:
  • Stoppeln mind. bis 28.02. stehen lassen
  • Mischung anwenden, die den Boden auch im Winter bedeckt (z. B. Legu-Hafer-GPS Plus)
  • Nutzung: Biogas, Milchviehfütterung

Wichtig

  • Eine Teilfläche zugunsten wildlebender Tiere über Winter stehenlassen.
  • Zeitige Aussaat Anfang Juli (je später die Aussaat, desto geringer der Ertrag).