Diese Maßnahme wurde im Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ entwickelt und erprobt.

Kurzbeschreibung​

  • gemeinsamer Anbau von Mais und Stangenbohnen
  • Bohnen nutzen die Maispflanzen als Rankhilfe

Geeignete Standorte und Flächenbedarf​

  • zu trockene Standorte meiden, da Bohnen mehr Keimwasser als Mais benötigen
  • 6 m Mindestbreite

Empfohlene Kombinationen​

  • Einjährige Blühstreifen/-fläche
  • Extensiver Getreideanbau
  • Strip Till-Verfahren mit bearbeitungsfreier Schonzeit

Nutzen nach Ökosystemleistungen​

Biodiversität Fauna:

  • Bohnenblüten als flächige Nahrungsquelle für bestäubende Insekten
  • Steigerung der Nahrungsverfügbarkeit in den Sommermonaten (z. B. für Feldhasen und Singvögel)

 

Wertschöpfung durch landwirtschaftliche Produktion:

  • Nutzung des Ernteguts für die Biogaserzeugung
  • Nutzung des Ernteguts als Futtermittel (für Rinder)

Betriebliche Voraussetzungen​

  • herkömmliche Technik im Maisanbau

Ökonomische Aspekte​

  • Saatgutkosten: ca. 320 €/kg

Empfehlungen zur Umsetzung der Maßnahme​

Einsaat
  • Saatbettbereitung wie bei Mais im Reinanbau
  • zeitgleiche Aussaat von Bohnen und Mais in einer Reihe; Reihenabstand: 75 cm
  • Saatstärke: 4 Körner/m2 Bohne und 8 Körner/m2 Mais
Düngung
  • keine mineralische Düngung
  • max. 80 kg N/ha Wirtschaftsdünger
Pflanzenschutz
  • sofern nötig, Stomp Aqua & Spectrum im Vorauflauf (Stand: 10/2020)
  • weitere im Mais zugelassene Herbizide scheiden aufgrund ihrer schädigenden Wirkung auf die Bohne aus
Ernte
  • analog zu Silomais im Reinanbau

Tipp

  • Der niedrige Trockensubstanz-Gehalt der Bohnen (15 %) reduziert den Trockensubstanz-Gehalt der Mischung, daher auf gute Maisausreife achten.
  • Zur Vereinfachung der Ernte an den äußeren Häckslerreihen nur Mais legen.