Diese Maßnahme wurde im Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ entwickelt und erprobt.

Kurzbeschreibung​

  • Anbau von Wintergetreide mit für bestäubende Insekten attraktiven Pflanzen im normalen oder doppelten Saatreihenabstand
  • als Substitut für Getreide-GPS (Ganzpflanzensilage)

Geeignete Standorte und Flächenbedarf​

  • Flächen für die Biogaserzeugung
  • bevorzugt in Streifen, aber auch flächig möglich
  • 6 m Mindestbreite

Empfohlene Kombinationen​

  • Extensiver Getreideanbau mit Ernteverzicht
  • anschließend: Sommergetreidegemenge

Nutzen nach Ökosystemleistungen​

Biodiversität Fauna:

  • verbesserte Brut- und Aufzuchtmöglichkeiten für Feldlerchen und Feldhasen
  • Nahrungsangebot für bestäubende Insekten

 

Biodiversität Flora:

  • lichter Pflanzenbestand zur Förderung von Ackerwildkräutern

 

Wertschöpfung durch landwirtschaftliche Produktion:

  • Nutzung des Ernteguts für die Biogaserzeugung

Betriebliche Voraussetzungen​

  • GPS-Vorsätze oder reihenunabhängiges Maisgebiss (ggf. mit Seitentrennmessern)

Ökonomische Aspekte​

  • Saatgutkosten: 150 –250 €/ha (abhängig von der Mischung)

Empfehlungen zur Umsetzung der Maßnahme​

Einsaat
  • September bis Oktober
  • Saatgut-Empfehlungen:
  • Getreide-Wicken-Gemenge (z. B. Wickroggen- GPS Plus)
  • Getreide-Erbsen-Gemenge
  • normaler oder doppelter Reihenabstand
Düngung
  • keine mineralische Düngung
  • max. 80 kg N/ha Wirtschaftsdünger
Pflanzenschutz
  • keiner
Ernte
  • ab 16.06.
  • flächige Maßnahme:
  • naturverträgliche Mahd (z. B. von innen nach außen)
  • akustische Wildretter
  • Nutzung: Biogaserzeugung, Verfütterung

Tipp

  • Eine Teilfläche zugunsten wildlebender Tiere stehenlassen.